Teil eines Werkes 
2 (1852)
Entstehung
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Fanatismus der Franzoſen, denen über dem kalten Herzen nur der Kopf glühte, während bei jenen Freunden kalte Überlegung ſich mit warmer Empfindung verband.

Wie er hier gern geſehen war, ſcheint er beſonders für die Schweſter, Miß Chriſtie, eine freundliche Auf⸗ merkſamkeit gezeigt zu haben. Sie hatte, nach ſeiner Schilderung, viel Sanftes und ſtill empfindend Vernünf⸗ tiges, ſprach mit Theilnahme von allem ſehr niedlich und zuweilen originell, ohne Vorurtheil mit Imagination und Gedächtniß. Etwas ſchwächlich von Geſundheit, las ſie gern, ſang ein wenig, wiewohl nicht zum Beſten, ſpielte ein paar Noten, ging gern in die Komödie und ſpazie⸗ ren, und ließ ſich ohne alle Ziererei und Eigenſinn den Hof machen; obgleich ſie mit einem jungen in England abweſenden Franzoſen eine Herzensangelegenheit hatte, die jedoch nicht nach dem Sinne der Familie war.

Später machte Forſter noch zwei etwas anrüchige Bekanntſchaften von ſehr entgegengeſetztem Eindruck auf ſein Wohlgefallen. Eine war der aus ſeiner vielgeleſenen Lebeusgeſchichte bekannte Staatsgefangne von Trenk. »Eine Eitelkeit und zur Gewohnheit gewordne Aufſchnei⸗ derei, eine zurückſtoßende Fühlloſigkeit, ein ſchmutziger Eigennutz, ein Gemiſch von Hochmuth und Niederträch⸗ tigkeit mit einem ſonderbaren Feuer des Kopfes und Temperaments« machten ihn dem Beobachter ſehr unan⸗ genehm.

Deſto intereſſanter war ihm die aus der Revolu— tionsgeſchichte bekannte Theroigne de Mexicourt, von der er ſeiner Thereſe eine ſehr anziehende und umſtändliche Schilderung gab.