Teil eines Werkes 
2 (1852)
Entstehung
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Obgleich der verlaßne Mann einmal klagte, er habe kein Wohlgefallen an den Menſchen, und wiſſe ſelbſt nicht, wie der Tag ihm unter den Handen verſchwinde: ſo ſcheint in jener Aufregung der Zeit und des eignen Ge⸗ müths doch der Umgang mit gleichgeſtimmten Menſchen noch mehr Bedürfniß für ihn geweſen zu ſein, als die Theilnahme an den öffentlichen Vergnügungen, und ſelbſt als der Genuß, den die Kunſtſchätze und wiſſenſchaftlichen Anſtalten in Paris ſo reichlich darboten. Zwar das Theater verſchmähte er nicht ganz, wie er denn in Ge⸗ ſellſchaft ſeiner engliſch⸗ſchottiſchen Freundinnen Gluck's Iphigenie in Tauris ſah, und ſich ſogar am Ballet: »das Urtheil des Paris« entzückte. Doch auch hier blieb ſein Gemüth nicht ungetheilt: er dachte an ſeine Mädchen, die er zu dieſen wunderbar ſchönen Scenen, bezaubernden Gegenden und Göttererſcheinungen aus Neufchatel herbeiwünſchte.

Überhaupt waren ſeine Gedanken jetzt öfter und auf's Innigſte bei ſeinen Kindern; wozu ihn wohl nicht bloß die Trennung, ſondern vielleicht noch lebhafter jene Erlebniſſe trieben, die ein an dauerndem Aufruhr und verunglückenden Beſtrebungen ermüdetes Herz nach dem ſtillen, traulichen Paradieſe der Kinderwelt ziehen.

Außer jenen Empfindungen löſ'te ſich der Bühnen⸗ genuß leicht auch in Reflexionen über die Franzoſen auf. Und wie er während des Ballets den jungen Veſtris in der Grazie und Eleganz ſeiner Bewegungen bewunderte, ohne vergeſſen zu können, daß er ein ſchlechter Kerl und aufgeblaſener Narr ſei: ſo traute er nur dem Leichtſinn der Franzoſen die Gabe zu, in ſolchen Dingen die ganze