Teil eines Werkes 
2 (1852)
Entstehung
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245 Tugend, Recht und Gerechtigkeit nicht abgeſondert denken kann, und lieber an dieſen allen verzweifeln, als jene Hoffnung vereitelt ſehen möchte.«

Und hier erhob ſich dann Forſter auf den reinſten Standpunkt des Weltbürgerthums, indem er es ausſprach, daß die politiſche Freiheit nur um des Wohles unſerer Mitmenſchen und Mitbürger willen wünſchenswerth bleibe. Aus Überzeugung, daß ſie deren höchſtes Bedürfniß ſei, ſchmerze es uns, wenn ſie dieſelbe nicht erwerben könnten, wenn Böſewichter ſie ihnen entriſſen, wenn ſie ſelbſt nicht Kraft genug hätten ſie zu behaupten. Unmittelbar ſei hier nichts zu thun; wohl aber ließe ſich mittelbar— durch Verbreitung richtiger Begriffe, durch Mittheilung nützlicher Kenntniſſe, durch Beförderung eignen Denkens und Erwärmen des Gefühls wirken, und— dies ſei wohl die ſicherſte Weiſe für Deutſchland.

Doch eben nach dieſer Seite des vaterländiſchen Rheins, wohin er jetzt mit dem unbefangneren Blicke der Entfernung ſah, umwölkte ſich ihm nur allzufrüh der Horizont.

Die gelinde und heitre Witterung der letzten Tage des Februar und zu Anfang des März hatte die verein⸗ ten deutſchen Streitkräfte zu früheren Unternehmungen aus ihren Winterquartieren gelockt. Die um Frankfurt gelegnen Truppen lagerten ſeit Mitte März um Kaſtel. An dieſe ſchloſſen ſich rechts und links die Preußen, die Sachſen und Heſſen, alle unter dem Oberbefehle des Generals von Schönfeld. Am Tage vor Forſter's Ab⸗ reiſe von Mainz hatte der König von Preußen mit dem