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Anfangs rechnete Forſter auf 14 Tage bis 3 Wochen Aufenthalt; dachte aber doch bald an längeres Verweilen und literariſche Arbeiten, die er dann vornehmen wollte; wozu ihm freilich die bisherigen Hülfsmittel abgingen. Inzwiſchen wollte er es ſich wohl dabei ſein laſſen, ſo in den Tag hinein zu leben, an nichts mehr gebunden, ſeine Fürſorge auf die mitgebrachten ſechs Hemden be⸗ ſchränkt, aller ſanguiniſchen Hoffnungen ledig, umher⸗ ſchauend, Eindrücke aufnehmend, und alles abweiſend, was ihm näher als erwünſcht kommen möchte. So hoffte er ſich immer unabhängig und gut gelaunt zu erhalten.
Warf nun der Mann, der ſich die für Deutſchland gewünſchte Freiheit ſo viel koſten ließ, ſeinen ſchwärme⸗ riſchen Blick gleich beim Einzug in Paris auf die bren⸗ nende Revolution: ſo erkannte er ſie ſchon am 31. März für etwas ganz andres, als die meiſten Menſchen darunter dächten. Aber der April ſollte ihm bald noch andre Wechſel der Anſicht und Stimmung bringen. Zwar die überzeugung, daß man die Revolution ja nicht in Be— ziehung auf individuelles Glück, ſondern als Mittel des Schickſals, Veränderungen im Menſchengeſchlechte hervor zu bringen, betrachten müſſe, ſtand ſchon früher bei ihm feſt. Nun fand er aber das Volk zu wiederholten Ma⸗ len von ſeinen eignen Leuten,— Generalen, Miniſtern— verrathen und verkauft, die Nation ſelbſt leichtſinnig und unbeſtändig, wie immer, ohne Feſtigkeit, ohne Wärme, ohne Liebe, ohne Wahrheit, nur vom Enthuſiasmus der Idee ohne Gefühl der Sache, nur vom Schein edler Anregung getrieben. Doch gerade mit dem allen und in 16*


