Teil eines Werkes 
2 (1852)
Entstehung
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Andrer Verdruß, wenn auch mit edleren Aufwallun⸗ gen verknüpft, kam weiter her. Zum Beiſpiel von Göt⸗ tingen, wo Heyne um den geſchätzten und lieben Schwie⸗ gerſohn doch immer beſorgter wurde. Mit dem Vor⸗ wurfe, Forſter habe ſich um ein ſchönes ihm in Berlin beſtimmtes Glück gebracht, verband er die Beſchwörung, ſeine Stelle in der Adminiſtration nieder zu legen, ver⸗ nünftig zu handeln, endlich doch einzuſehen, daß alle Vorſtellung von Vollkommenheit der Menſchheit und der menſchlichen Geſellſchaft ein thörichter Traum ſei, und ſich mit den Seinigen keinem Traum aufzuopfern.— »Wie? rief der aufgeregte Schwiegerſohn, die einzige Exiſtenz für mich wäre alſo, daß ich Programme ſchriebe, Collegien läſe, auf die Bibliothek oder nach Ilefeld ginge, mich über meine Collegen, meinen Lorenz, meine Kinder alle Tage ein paarmal tüchtig ärgerte, und doch beim Leſen der Zeitung ſagen könnte: Gott ehre mir das Alte! — Und das ſind die Menſchen, die noch Glauben an Gott, Chriſtenthum, weiſe Lenkung des Schickſals der Menſchheit haben wollen, und ſich allem Neuen, allen Mitteln zur Erleichterung der Bürde, die das arme Ge⸗ ſchlecht trägt, allen Verſuchen der Vernunft das Joch des Vorurtheils abzuſchütteln widerſetzen! Menſchen, die auf ein zukünftiges Leben rechnen, weil ſie das Elend des gegenwärtigen erkennen, ſetzen doch einen ſo unge⸗ heuern Werth auf dieſes gegenwärtige Leben, daß die geringſte Gefahr es anders als im Bett zu verlieren, oder Töchter zu hinterlaſſen, die anſtatt einen Profeſſor zu kriegen, einen Schuſter heirathen müßten, ihnen das entſetzlichſte Unglück dünkt.«