Teil eines Werkes 
2 (1852)
Entstehung
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214 wurde den unentſchloſſenen Mainzern die gute Sache ge⸗ predigt; aber keiner der Sprecher erſchien von ihr wahr⸗ haftig beſeelt. Wer ſich nur im Geringſten etwas zu⸗ traute, oder von ſeiner Partei nothdürftig aufſteifen ließ, ſchnappte auch gleich nach einem Amtchen oder ſonſtigen Vortheil. Andern war ſchon damit gedient, aus alten Verpflichtungen los zu kommen, und ſich ungebunden zu gebahren. Daneben fehlte es nicht an ſolchen, die alles was ſich neu geſtalten wollte, hintertrieben, um ſich bei dem Kurfürſten und Coadjutor Verdienſte voraus zu ſammeln. Die wenigen Gutgeſinnten, zu denen Forſter unbeſtritten gehörte, und zu denen er ſelbſt den liebens⸗ würdigen Prieſter Blau zählte, hatten alle andern gegen ſich, gewannen keinen Einfluß und mochten ſich eher auf Verfolgung, als auf Anerkennung gefaßt machen.— Forſter zeichnet in ſeinen Briefen dieſen Zuſtand mit der mißmuthigſten Feder.»Wo Mißtrauen die Seele von allem iſt, ſchrieb er ſeiner Thereſe, Mißtrauen gegen die Miniſter, gegen die Commiſſarien des National⸗Convents, gegen die Generale, die Officiere, die Truppen, gegen Municipalität und Adminiſtration, gegen die Kaufleute, die Pfaffen, die Weiber, gegen einzelne Bürger, da ſcheint mir uneigennützige Tugend fern zu ſein; auch glaube ich, daß zumal in Mainz die Moralität zu nie— drig ſteht, um etwas anderes, als kleinlichen Eigennutz hoffen zu laſſen.«

Und ein andermal ſpricht er ein einfaches Wort aus, das aber das alte Weltunheil für alle des echten Prieſterthums bedürftigen Völker bezeichnet:»Pfaffen⸗ einfluß wird alles Gute verhindern!«