Thereſens Lage.
»Proſit Neujahr! Du und meine Kinder!«——
Mit dieſem Gruß an Thereſen und mit der Hoff⸗ nung auf noch manche gute Stunde betrat Forſter das Jahr 1793. Und wie nahe hoffte er dieſe Stunden— »Wenn das Laub an den Bäumen grünt und die Sonne warm hervor ſcheint, giebt es auch wieder wohlfeile und herzlich empfundne Freuden. Was jeder Tag mit ſich bringt, wollen wir froh hinnehmen und nur dafür ſor— gen, uns empfänglich für alles Schöne und Gute in der weiten Welt zu erhalten.«
Der gerührte Mann ahnete in der Frühſtunde des erſten Januar, als er ſeinen Silveſterabendbrief fortſetzte, die winterliche Fahrt nicht, auf der ſeit der nächtlichen Stunde des Jahreswechſels ſeine Thereſe mit ihren Mäd⸗ chen begriffen war.
Wir haben ſie in Thomas Brand's Wagen Mainz verlaſſen ſehen. Nicht ohne manches Ungemach der Kriegs⸗ bewegungen hatten ſie den Weg nach Straßburg zurück⸗ gelegt. Von Freunden Forſter's, vermuthlich von Pro⸗ feſſor Dorſch, empfohlen, ward ſte im Hauſe eines Erzjacobiners von deſſen ſehr achtungswürdigen Frau gütigſt aufgenommen, und nach 3 Tagen in einer arti⸗ gen Chambre garni eingerichtet.
„»Hier nahm ihr Reiſebeſchützer von ihr Abſchied. Ein ernſter, bedeutungsvoller Moment, in dem ſie erſt


