Teil eines Werkes 
2 (1852)
Entstehung
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198 Ohnmacht der Coalition durch Vermehrung der franzö⸗ ſiſchen Streitkräfte ſich in wenig Wochen alle Gefahr von Mainz entfernen, und beide Gatten einander wiederfinden würden. In ſolcher Erwartung hatte Frau Forſter ſelbſt ihren Koffer nur allzuleicht bepackt.

Bedachte nun aber Forſter die Möglichkeit, daß dieſe politiſche Rechnung doch ohne den Wirth gemacht ſei, und die Wiedereinnahme von Mainz als ſein großer Rechnungsfehler herausſpränge,— wohin ſollte er ſich alsdann wenden? Daß man ihm in Frankfurt Rache ge⸗ ſchworen, war nur als Anzeichen von Bedeutung, wie ſehr dieſe Stimmung ganz Deutſchland zu durchziehen anfing. Alle jene Kreiſe, in denen einſt ſein Name mit der Würze der Südſee verbreitet war, nahmen jetzt deſto gieriger das üble Gerücht ſeiner revolutionären Geſinnung auf. Er ſelbſt blieb auch über die Lichtwandlung, worin er jetzt in Deutſchland beobachtet wurde, nicht im Zwei⸗ fel. Geheimrath Schloſſer in Carlsruhe, unzufrieden mit den Declamationen, die gegen ſeine Vaterſtadt Frankfurt von der mainzer Volkstribüne aus Forſter's Munde er⸗ gangen waren, gab jetzt, ſtatt frühern Troſtes, unge⸗ eignete Belehrungen über die alten Republiken von Grie⸗ chenland und Rom im Vergleich mit dem jetzigen frän—

kiſchen Republikanismus.— Die neuwieder Zeitung be— zeichnete alles, was Forſter über die Freiheit geſchrieben, als ſeiner unwürdig. Die Gelehrten in Berlin erklärten ihn für den Hauptanſtifter alles Übels in Mainz. Selbſt der wohlwollende Heyne war unzufrieden, und ſchrieb kaum mehr,— er ſelbſt nur darum ein Ariſtokrat, wie Forſter meinte, weil er nicht 50 Meilen ſüdlicher wohne.