Teil eines Werkes 
2 (1852)
Entstehung
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197 deren Sache es freilich ſei, ihren Beutel feſtzuhalten, nicht aber der Menſchheit Puls zu greifen, und zu füh— len, um was es gelte.«

Nun hatte allerdings die Sache, um die es eben in Mainz galt, durch das frankfurter Ereigniß einen unberechneten Stoß erhalten; ſo daß Forſter auch mit der brieflich ausgeſprochenen Zuverſicht, daß die Pforten der Hölle die neue Freiheit nicht überwältigen würden, doch kaum über den Verdruß hinauskommen konnte, den ihm die Unreife und das Schwanken der Mainzer, ſich für dieſe ewige Sache zu erklären, in ſeinem ſtürmiſchen Gemüth erregten. Vollends empörte es ihn aber, wenn träge, gleichgiltige Menſchen mit Vorſchlägen kamen, wie bald ſich alle für die Freiheit erklären würden, wenn man ihnen nur die Abgaben erlaſſen wollte. Da rief er wohl aus:»Gemißhandelt, betrogen, gedrückt werden, das alles iſt alſo nichts, was einem Menſchen bewegen kann, das Joch abzuſchütteln, ſondern vollkommne Zu⸗ ſicherung, daß man nichts thun und gar keine Pflichten haben werde.«

Seine Unzufriedenheit wird uns aber noch verſtänd⸗ licher, wenn wir die Gedanken an ſeine Zukunft, die Vorſätze für ſein Handeln mit der mainzer Verfaſſungs⸗ frage auf's engſte verknüpft ſehen. Seine Häuslichkeit hing ohnehin ſchon in der Schwebe zwiſchen Mainz, wo er ſelbſt den öffentlichen Geſchäften lebte, und Straßburg, wo ſeine Familie, von Freunden empfohlen, den Schutz eines eifrigen Jacobiners ſuchte. Nur der gleiche Faden des Rheinſtroms berührte noch beide Gatten, und hielt ſie an der gemeinſamen Erwartung feſt, daß bei der

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