Teil eines Werkes 
2 (1852)
Entstehung
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ſtellen, nahm mit einem Landsmanne, den der Krieg ebenfalls aus Mainz trieb, eine Poſtchaiſe, und über⸗ ließ ſeinen eignen Wagen Thereſen mit ihren Kindern und einer Magd. Das Wappen an der engliſchen Ber⸗ line, bei dieſer Flucht nicht abgekratzt, wie das kurfürſt⸗ liche, fiel den Republikanern beleidigend in die Augen. Aber das dreijährige Töchterchen hatte bei viel Lebhaf⸗ tigkeit ſchon einige franzöſiſche Phraſen gelernt, und rief lachend zum Fenſter hinaus: bon jour citoyen! und der republikaniſche Beifall löſchte das ariſtokratiſche Wap⸗ pen aus.

So leerte ſich Forſter's Haus, und nur Mariane, die zweite Magd, blieb zu ſeiner Verſorgung zurück.

Doch alle Verbindungen des Herzens waren noch nicht abgebrochen. Noch lebte, wenn auch im Augenblick entfernt, ein Mann, dem er ſchon als Bräutigam, in der ſchönſten Zeit ſeiner Liebeshoffnungen, aus Wilna geſchrieben hatte:— vſelbſt die Liebe weicht dem See⸗ lenbündniß, welches mich an Dich kettet.«

Sömmering, der Herzensfreund, war, wie wir wiſ⸗ ſen, mit ſeiner jungen Frau nach Wien gereiſ't, ehe man den Fall von Mainz ahnen konnte. Unterm 6. October hatte ihn Forſter von der Annäherung der Franzoſen benachrichtigt, und auf Verlangen der Schwiegereltern des Freundes Wäſche, Kleider, Briefſchaften, Silberzeug, Geld und einen Wechſel von 4000 Gulden in einem Ver⸗ ſchlage mit dem Marktſchiffe nach Frankfurt beſorgt. In⸗ zwiſchen war Sömmering von ſeiner Reiſe zurückgekehrt, konnte ſich aber nicht entſchließen, unter den jetzigen Ver⸗