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zu faſſen. Er fühlte, daß er von Thereſen das Opfer mit ihm zu leben und zu ſterben, nicht fordern könne, und deſto ſchmerzlicher war ſeine Lage. In ſeinen Augen ſtand nicht bloß ihre Ruhe und Sicherheit,— es ſtand auch ſeine Ehre als Volksbeamter auf der Reiſekarte. Noch nie hatte er ſich in ſo verwickelten Verhältniſſen befunden. Es ſchien ihm eine Nothwendigkeit, ſo zu handeln, als wäre er der einzige Menſch in der Welt, auf den man rechnen könnte. Wie dann aber, wenn das Publikum noch mehr verzagte, weil er Frau und Kinder wegſchickte, um es im Stiche zu laſſen jetzt, wo es gelte? Nun ja,— wenn es ſein mußte, ſo wollte er ſich dennoch von ſeiner Familie trennen; nur nicht heimlich, nicht hinterrücks. Er wollte vorher die Mainzer wiſſen laſſen, nur dadurch, daß ſie ſich nicht für die Freiheit erklärten, halte er ſich von aller Pflicht des Mitbürgers entbunden; und indem er nur in ſeiner Ei⸗ genſchaft als fränkiſcher Bürger handle, glaube er ihnen von keiner ſeiner Handlungen mehr Rechenſchaft ſchuldig zu ſein. Nur wenn er dadurch etwa eine Inſurrection der Freiheit bewirken würde, glaubte er, mit den Sei⸗ nigen dennoch bleiben zu müſſen.
Doch wie unwahrſcheinlich erſchien ihm bei näherm Betracht ſolche Erwartung! Nein, er hielt den Fall, wo Thereſe das Opfer zu bleiben ſeiner Ehre bringen müſſe, unter den Umſtänden, für ſo unmöglich, daß er glaubte, die ganze Welt müßte ihm alle Folgen deſſelben verzei⸗ hen, wenn er ſich doch an den Mainzern noch geirrt hätte, und ſie dann doch Charakter zeigten, den ſie un⸗ ter weit günſtigeren Aſpecten nicht bewieſen hätten.
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