————
180
des Platzes beſchäftigt. Während ſie ſich von einigen Officieren die Verſchanzungen erklären ließen, eilte plötz⸗ lich alles umher von der Arbeit hinweg einem franzöſi⸗ ſchen Reiter zu, der gleich darauf vorüber jagend unter heftigem Erzählen die Worte— trahison, massacre, vengeance hören ließ.
Bald verbreitete ſich die Nachricht von dem übeln Ausgang des Treffens und von dem Unternehmen inner⸗ halb der Stadt.—
In welchem Lichte Forſter beſonders die Vorfälle innerhalb der Stadt ſah, läßt ſich begreifen, wenn man bedenkt, daß er dem Schauplatze der Begebenheit eben ſo entfernt, als dicht an der Stelle ſtand, woher eine politiſche, mithin die grellſte Beleuchtung auf jene frank⸗ furter That geworfen wurde. Er hatte ſchon früher den Zuruf eines Frankfurters an den General Cüſtine in der neuwieder Zeitung öffentlich beantwortend, die Recht⸗ mäßigkeit der von Cüſtine geforderten Kriegsſteuer aus dem Geſichtspunkte der Kriegsgeſetze vertheidigt, indem er die Speculation mit falſchen Aſſignaten als eine gegen Frankreich gerichtete Feindſeligkeit darſtellte, und ſolche durch eine behauptete Mitwiſſenſchaft des frankfurter Ma⸗ giſtrats noch verſchärfte.(Sämmtl. Schriften 6. Band.) Nun erſchien in der mainzer Zeitung vom 6. December ein declamatoriſcher Bericht von Daniel Stamm, einem Cüſtine'ſchen Adjutanten, über das frankfurter Ereigniß, welches als»Gegenſtück zur Bartholomäusnacht und zu den ſicilianiſchen Vespern« dargeſtellt wurde. Doch Cü⸗ ſtine ließ ſich von keinem Adjutanten überbieten. Im Moniteur N 349 erſchien ſein Bericht an den National⸗


