bei einem für ihn unglücklichen Ausgang des Treffens ſich nicht in die Stadt werfen, und ſie keiner Belagerung ausſetzen werde.
Mit dieſer Beruhigung verließ er die Stadt, und kehrte zu ſeinen Truppen zurück, mit welchen er, von Mainz herauf vorgerückt, eine vortheilhafte Stellung genommen hatte. Die Garniſon zog unter ihren Fahnen mit Sack und Pack auf, und beſetzte die Wälle der Stadt. Die Heſſen rückten dicht heran, ohne jedoch den Verkehr der Stadt mit dem Lande zu ſtören. So ge⸗ ſchah es denn auch, daß am 30. November die, des Buß⸗ und Bettages wegen, feiernden Handwerksgeſellen zu hunderten auszogen, den Heſſen einen Beſuch an der Friedberger Warte zu machen.
Hier wahrſcheinlich ſchöpften ſie aus brüderſchaft⸗ lichem Trunk und Händedruck jenen Muth, womit ſie am 2. December eine kriegeriſche Rolle hinter den Cou⸗ liſſen des Treffens glücklich ausführten.
An dieſem Tage nämlich, dem erſten Adventsſonn⸗ tag, als bei friedlichem Sonnenſcheine ſich alles nach den Kirchen begab, brach plötzlich die heftigſte Kanonade los. Granaten fielen in die Stadt; es entſtand Feuerlärm.
Unbekümmert um Brand und Angſt der Stadt traf der Commandant ſeine Anſtalten zur Vertheidigung, und ließ noch die zwei Kanonen vor ſeinem Quartier nach den Wällen abfahren. Doch jetzt thaten ſich die Handwerksgeſellen hervor. Sie hielten die Kanonen und Munitionswagen an, ſpannten die Pferde aus, zerſchlu⸗ gen die Räder. Den Franzoſen, die von den Wällen ab⸗ und zuliefen, nahmen ſie höflich oder mit Gewalt


