Teil eines Werkes 
2 (1852)
Entstehung
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nahme, die beide für einander hegten und feſthielten, wären ſie die herzlichſten Freunde geweſen: der innigere Bund knüpfte für beide kein Glück. Wie dies nach und nach ſo gekommen, läßt ſich nicht nachweiſen. Hätte Forſter, getrennt von ſeinem Sömmering, wie einſt von Wilna aus, Briefe mit ihm gewechſelt, ſo wären wohl ſchriftliche Bekenntniſſe über die unglückliche Entwicklung dieſer Ehe erhalten worden. Sömmering war der ein⸗ zige Menſch, dem Forſter dieſe Kammer ſeines Herzens öffnete. In Mainz that er es wohl mündlich, und wir wiſſen nur, daß Sömmering, deſſen frühere Bedenklich⸗ keiten Forſter zu beruhigen geſucht hatte, doch in Mainz von einer gewiſſen Abneigung gegen Thereſen nicht zu⸗ rück kam.

Was aber auch nicht nachzuweiſen iſt, bleibt doch immer, und vielleicht nur deſto geheimnißvoller anziehend für die Betrachtung eines bedeutenden Menſchenlebens. Auch ſind nach ſo viel Jahren die herzenswarmen Ge⸗ heimniſſe dieſes Lebens wohl ſo weit erkaltet, daß der Seelenforſcher ſie berühren darf. Und ſelbſt Thereſe hat uns ſchon einige Spuren zu jenem Heiligthum des Unglücks angedeutet.»Neben den ſchwer zu gewähren⸗ den Bedingungen, Forſter's Lage ſeinen Bedürfniſſen ent⸗ ſprechend zu bilden, ſtanden manche Verſtandesanſichten über die herzlichen Verhältniſſe des Lebens ihm im Wege, die er nicht ſich ſelbſt abſtrahirt, ſondern als ſeine Ei⸗ genheiten begünſtigend ſich angeeignet hatte.« Nach dieſer Bemerkung deutet ſie auf die Anſichten von Jacobi's Woldemar über Liebe und Freundſchaft, die auf den Freund gewirkt, und ſeine innere Zufriedenheit wenig

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