Teil eines Werkes 
2 (1852)
Entstehung
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unſer Freund mit Hubern zur Aufführung des Stücks dahin. Wahrſcheinlich in Folge der gemachten Erfahrung über Huber's Talent und Leiſten rieth ihm Forſter von der dramatiſchen Dichtung ab zur Bearbeitung von Rei⸗ ſebeſchreibungen; ja er zog ihn zur gemeinſchaftlichen überſetzung der Briefe Düpaty's sur Pltalie heran; wobei er freilich mit ſeiner klaſſiſchen Feder dem deutſchen Stil Huber's zu Hülfe kommen, deſſen poetiſch-tragiſche Ausdrucksweiſe auf gute Proſa herabſtimmen, und dieſe an Würde und Klarheit gewöhnen mußte.

Auch Thereſe gewann allmählich für die mancherlei Unbeholfenheiten Huber's einen günſtigeren Geſichtspunkt, vor welchem ihr anfänglicher Spott einer gewiſſen ſchwär⸗ meriſchen Bewunderung wich. Des Freundes Kind⸗ lichkeit, die um den Zuſammenhang der Dinge unbe⸗ ſorgt, ſtets mit heitrer Zuverſicht das Nächſte erfaßte, galt ihr für eine beſondre Gunſt des Himmels, ein ſo begabter Menſch für einen»Liebling der Götter.«

Doch in dieſer Stellung zu Mann und Frau blieb Huber's Verhältniß als Hausfreund nicht abgeſchloſſen. Allerdings, eine glückliche Ehe zu ſtören, wäre er, wie wir ihn kennen, der Mann ſchwerlich geweſen. We⸗ der von Geiſt noch von Naturel erſchien er ſo gewaltig, ſo anziehend und unwiderſtehlich, um eine auflöſende Wahlverwandtſchaft auf eine Frau, wie Thereſe, in feſter Verbindung mit einem Gatten, wie Forſter, auszuüben. Allein Forſter's Ehe war, wer weiß wie lange ſchon, keine glückliche mehr, und die urſprüngliche Unüberein⸗ ſtimmung ihres beiderſeitigen Weſens trat immer ſtärker hervor. Bei der hohen Achtung und innigen Theil⸗