Teil eines Werkes 
2 (1852)
Entstehung
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abgenommen, und mit erweiterten Aufträgen an Hum⸗ boldt überliefert wurde.

Leider ging Forſter's Verhängniß jener Tage noch weiter, und bereitete ihm auch für ſeine häusliche Zu⸗

kunft noch ſchmerzlichere Entſagungen zu. Welt und Haus entzogen ſich ihm, um dem verlaßnen Manne— wir werden ſehen welchen wankenden Boden übrig zu laſſen.

Was in einem bloßen Roman aus poetiſchen Mo⸗ tiven entwickelt werden darf, läßt ſich in einer Lebens⸗ d geſchichte nur als unbeſtrittne Thatſache darlegen, deren Werden und Wachſen verhüllt geblieben, und kaum mit 2 ſeelenforſchender Vermuthung zu berühren iſt. Thereſe ſagt in ihren Mittheilungen über Forſter:

»Warum eine Ehe, in der gegenſeitige Achtung und innige Theilnahme unerſchütterlich blieb, beide Theile nicht beglückte, iſt das Geheimniß der beiden Gatten, in das Niemand ein Recht einzudringen hat. Der ſcharf⸗ ſinnige Seelenkundige erräth vielleicht, die Zeitgenoſſen haben Thatſachen in der Hand, um ihre Anſicht zu bilden.«

Zu dieſen Thatſachen gehört denn freilich auch eine fremde Liebe, die in dem verunglückenden Ehebunde Bo⸗ den und Pflege fand,— die Liebe eines Freundes, dem Thereſe gleich nach Forſter's Tod ihre Hand reichte.

Dieſer Hausfreund war Ludwig Ferdinand Huber,

1 ſeit Oſtern 1788 Legations⸗Sekretär der ſächſiſchen Ge⸗ T C....

. ſandtſchaft in Mainz. Sein Vater Michael Huber war — man weiß nicht wie und wann— aus dem Nieder⸗

bairiſchen nach Paris gekommen, wo er als Lehrer und