Teil eines Werkes 
2 (1852)
Entstehung
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ſuchen, freuet mich. Allmählich, ſehe ich, werden Sie auch von der Chimäre geheilt, in der man ſich ſo gern verſtrickt, als müßten wir alle in das Große, in das Ganze wirken: ſonſt hätten wir Urſache mißvergnügt und mit dem Gang der Dinge unzufrieden zu ſein, wenn wir einen kleinen Wirkungskreis haben. Ich weiß keinen ſichtbareren Be— weis von Schwäche, als eben dieſelbe.—— Ein kran— ker Mißmuth, daß ich auf keinem höhern Poſten ſtehe, führt zu nichts, als nur dahin, daß ich auch den einge— ſchränkten Kreis ſchlecht ausfülle; und ein höherer Geiſt, — wie muß der nicht meiner kleinen unanſtändigen Ei⸗ telkeit ſpotten!«

Hätte nur der belehrende Papa nicht ſelber noch in ſei⸗ nem 60ſten Jahre ſo lebhaft an die Erweiterung ſeiner Lage durch Überſtedlung nach Kopenhagen gedacht, wohin ein Ruf an ihn ergangen war! Doch brachte ihn endlich eben dies 60ſte Jahr nebſt einigen däniſchen Bedenklichkeiten zum Entſchluſſe, lieber doch in Göttingen zu bleiben, nachdem er ſich und die Lieben in Mainz mit dieſer un⸗ ruhigen Angelegenheit viel beſchäftigt hatte.

Nun gerade in der Zeit, worin Forſter ſich inner— halb ſeiner ruhigen Wände zu befriedigen anfing, wurde die Welt um ihn her unruhig, und drohte den Mann herauszufodern, der eine Weile aufgehört hatte, nach ihr zu ſtreben. Alles war auf das revolutionäre Paris geſpannt. Forſter ſelbſt ſah zuerſt noch mit gelaßnem Wohlgefallen dieſer wachſenden Bewegung zu, in deren Springfluten, von ihm ungeahnt, das Verhängniß ſeines Lebens mitwogte.

Viel zahlreicher, als Diejenigen, die Forſter's Ge⸗

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