Teil eines Werkes 
2 (1852)
Entstehung
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ohne ſolchen Zuſatz wirklich inſipid erſcheine. Wahrend dieſes Aufenthaltes nahm er an einer literariſchen Fehde und Arbeit Forſter's lebhaften Antheil.

Das Auguſtheft der»berliner Monatſchrift« hatte nämlich den abgedruckten Brief eines Beamten in Eltwill gebracht, worin der Witwe eines Proteſtanten der Rath' ertheilt wurde, ihre Kinder katholiſch zu erziehen. Bie⸗ ſter, der Redacteur, erſter Bibliothekar in Berlin, und als Überſetzer von Anacharſis Reiſen bekannt, ein für Aufklärung eifernder Mann, zog gegen den Proſelyten⸗ macher in einer ſo unberuf'nen Weiſe los, daß es For⸗ ſtern um ſo mehr empörte, als jener Beamte namhaft gemacht war. Ein ſolches Verfahren verſchlug gegen des Freundes Begriff von der Freiheit im Denken und Glau⸗ ben, die er überall dergeſtalt geachtet wiſſen wollte, daß irrige oder gemeinſchädliche Lehren nur als ſolche wider⸗ legt, niemals aber die Perſon eines Andersdenkenden als verächtlich oder ſträflich angetaſtet würde. Was ihn aber noch beſonders bewog, ſich des Angegriffnen anzu⸗ nehmen, war der Umſtand, daß er ſelbſt mehrere Wo⸗ chen in Eltwill gewohnt hatte, und in den Verdacht zu kommen fürchtete, auch er ſei ein Spion der berliner Jeſuiten⸗-Riecher. Er ſchrieb daher nicht ohne Aufregung den Aufſatz über Proſelytenmacherei,(Sämmtl. Schriften 5. Bd.), las ihn aber ſtückweiſe den Freunden Söm⸗ mering und Humboldt vor; indem er auf der Stelle ver— beſſerte, was denſelben nicht beſtimmt oder verclauſulirt genug erſchien. So ging denn die kleine Abhandlung an die Monatsſchrift ab, und erſchien ſpäter abgedruckt. Jacobi wollte dem ganzen Aufſatz eine gewiſſe Un⸗