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Strom von Reiſenden an den Rhein zu führen, und es fehlte daher auch in dieſem Sommer dem Forſter'ſchen Hauſe nicht an manchem Zuſpruch. Graf Molkte kam mit Baggeſen, dieſem ſanften und doch leidenſchaftlichen Poeten, wie ihn Forſter bezeichnete, auf ihrer Reiſe nach Italien über Mainz. Ihnen folgten für uns unintereſ⸗ ſante Leute aus London und Mitau, und ſpäter trafen Wilhelm von Humboldt und Campe, beide von Paris ein, voll von der dort ausgebrochenen Revolution.»Schön iſt es zu ſehen«, war Forſter's erſter Gedanke bei die— ſem weltgeſchichtlichen Vorgang,»was die Philoſophie in den Köpfen gereift, und dann im Staate zu Stande gebracht hat, ohne daß man ein Beiſpiel hätte, daß je eine ſo gänzliche Veränderung ſo wenig Blut und Ver⸗ wüſtung gekoſtet hätte. Alſo iſt es doch der ſicherſte Weg, die Menſchen über ihren wahren Vortheil und über ihre Rechte aufzuklären; dann giebt ſich das Übrige wie von ſelbſt.«—
Campe hielt ſich nur einen halben Tag in Mainz auf, und Forſter ſcheint mit ihm in einen lebhaften Streit über die damaligen Unterrichts⸗ und Erziehungs⸗ grundſätze gerathen zu ſein, mit denen er wenig einver⸗ ſtanden war. Sie ſchieden aber ohne einander verſtändigt zu haben, und ohne daß Forſter ſich über die Gunſt, die das Publikum dieſen Männern ſchenke, zufrieden gab.
»Der gute Herr v. Humboldt« verweilte aber faſt den ganzen September, und half, nachdem er ſich»von der pariſiſchen, nicht paradieſtſchen Freiheit auserzählt hatte, dem mainzer Freundekreiſe das Leben würzen, das


