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36 der in die Gottheit aufgelöſ'ten Selbſtigkeit ſetzten, wie denn auch Chriſtus von der Gottheit keinen reineren Begriff, als den der alles in ſich auflöſenden Liebe gege⸗ ben habe.
Bei ſolcher Gelegenheit verſtieg ſich der von kränk⸗ lichem Nervenreiz angeregte Denker bis zur himmelblauen oder nebelgrauen Frage von Geiſt und Materie. Er konnte vom Intellectuellen ausgehend die Materie,— von dieſer als etwas Realem aus, das Unkörperliche nicht begreifen, dennoch aber auch zwei getrennte Welten, des Geiſtes und des Stoffes, und ihr Zuſammenwirken nicht verſtehen. Hier lag ihm der alte Streit, den Nie⸗ mand entſcheiden könne, und nur die Wahrnehmung fiel ihm wieder auf, wie man bei kränklichem Befinden mehr, als bei gedeihlichem Körper, zum Denken aufgelegt ſei. Eine humoriſtiſche Laune wandelte ihn darüber an.»Ihr habt es gut, ihr dürren Herrn! ruft er aus. Ihr wart ja von jeher auch die ſcharfſinnigſten Denker; Euer Geiſt fliegt mit Euerm Minimum von Materie davon, als ob es nichts wäre. Aber wartet nur, ich werde auch noch die Zeit erleben, wo ich das überflüſſige Phlegma ver⸗ dünſten, und ganz abſetzen werde; dann wollen wir ſehen!«
Doch der warme, feierliche Ernſt des Herzens ſchlägt bei Forſtern ſtets vor. Von dem verdrießlichen Wider⸗ ſpruche zwiſchen Wohlſein und Denken erhebt er ſich über die Räthſel von Geiſt und Materie, Bewußtſein und Genuß, Liebe und Leben, in der menſchlichen Per⸗ ſönlichkeit verbunden und beſchränkt, zur Frage der Un⸗ ſterblichkeit. Und indem er überlegt, daß Raum und


