Teil eines Werkes 
2 (1852)
Entstehung
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Mit dieſem treuen Herzen für das wirkliche Men⸗ ſchenleben bewahrte ſich Forſter denn auch ſeine Freiheit gegen die Speculation, die bereits anfing die vornehmen Geiſter mehr und mehr an ſich zu locken. Wie gegen jeden Deſpotismus ſprach er ſich auf's Nachdrücklichſte auch gegen jede Tyrannei allgültiger Principien aus. „Eine allein ſeligmachende Philoſophie iſt mir ſo zuwi⸗ der, wie ein allein ſeligmachender Glaube!«— Dies iſt ſein köſtliches Wort.

Freiheit.

Mit dem Aufgange des Rheins zu Anfang Februar 1789, mit den abziehenden Gewäſſern, die bis zur Mauer des Favorite⸗Gartens angeſchwollen waren, ſchöpfte Forſter Frühlingsausſichten. Er ging muthig an den Real⸗Catalog der Bibliothek, dem er täglich vier Stun⸗ den widmete, in der Hoffnung, die Maſſe des Un⸗ brauchbaren herauszuſcheiden. Er rechnete auf das der⸗ einſtige Erbarmen des Coadjutors; denn der Kurfürſt ſelbſt ſchien bereits an ſeinen großen Unternehmungen Verdruß zu finden. Auch die Univerſität entſprach ſeinen Erwartungen nicht. Er hörte nicht einmal mehr gern von ihr ſprechen. Bentzel war geſtorben, und ſeitdem fand ſich keine Seele, die ihn bei ſeinem beſten Willen unterſtützt hätte. Dieſer großgeſinnte Curator, bei der

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