im Lottohauſe auf dem ſogenannten Höfgen eingerichtet,
galt ſte ſchon früher für ein wenig durch Klatſcherei an⸗ lie rüchig; ein Urtheil, welches aus dem Kabinet des Kur⸗ fürſten herrühren mochte, wo man freilich den Nachhall der Oppoſition ſo ungern vernehmen mochte, wie etwas da ſpäter das Echo, das die pariſer Revolution in denſelben an Räumen fand. Es war eben jene Zeit und Stimmung, ner die Weitzel als mainzer Student erlebte.»Bei großem Ei Wohlſtande herrſchte ziemlich allgemeines Mißvergnügen, de und bei einer wirklich ſeltnen und ungewohnten Freiheit 6. hörte man Klagen und Murren über Druck und Will⸗ do kür. Selbſt Leute, die bei jedem Wechſel nur verlieren bi konnten, ſchienen ſich nach einer Veränderung zu ſehnen, we die das langweilige Einerlei ihres Wohlſeins unterbreche, und ſtatt des wirklichen Glückes in der hellen Gegen⸗ eir wart, ihren phantaſtiſchen Wünſchen und Hoffnungen ein B eingebildetes in der dunkeln Ferne zeigte.« 8 Auch einige journaliſtiſche Thätigkeit regte ſich im 1 Lebenskreiſe der Univerſität. Eine Geſellſchaft von Ge⸗ ſt lehrten gab eine theologiſche Monatsſchrift heraus und r ein»politiſcher Merkur« vermittelte die neueſten Staats⸗ 3 begebenheiten, über die man denn die»Geſpräche im Reiche der Todten« las. G Als Mäkler der literariſchen Unterhaltung führte ein u aufgeklärter Jude Ingelheim eine gute Leihbibliothek, und S verdrängte in den bürgerlichen Wohnungen die zerlesnen 3 »Haimonskinder«, den»gehörnten Siegfried«, die»un⸗ A ſ
glückliche Genoveva« und den»curiöſen Antiquarius über alle vier Welttheile.« Selbſt eine poetiſche Feder in


