Teil eines Werkes 
2 (1852)
Entstehung
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Opernmuſiken, der Scenerie und des Koſtüms; indem ſie zugleich die Mitglieder der Bühne, unter denen auch Schröder auftrat, an ſich zogen, und durch Artigkeiten anfeuerten. Sogar das Extemporiren hatte mit Ausſchluß des religiöſen Gebiets freien Spielraum, und Emmerich Joſeph ſelbſt nahm die ihn treffenden Abfälle lächelnd hin.

Wenig von dem, was damals in deutſchen Landen für Volksaufklärung und Bildung geſchah, läßt ſich mit dem umfaſſenden Sinn und Beſtreben dieſes humanen Prieſterfürſten vergleichen. Auch ſchien für ſeine vielver⸗ ſprechenden Abſichten nichts zu wünſchen übrig, als eine erkleckliche Dauer ſeiner Thätigkeit. Niemand erkannte das beſſer, als die Jeſuitenpartei, die dem Fürſten im Stillen entgegen arbeitete, bald aber berechnen mochte, daß ſie gegen den Frühlingsſegen der Aufklärung mit ihren Maulwurfsarbeiten zu kurz kommen werde. Em⸗ merich Joſeph, wenn ſchon ein Sechziger, war doch ein rüſtiger Mann, als er auf Himmelfahrtstag 1774 plötz⸗ lich erkrankte. Er hatte eine Suppe mit Leberklöschen nur zur Hälfte genoſſen, als er dem aufwartenden Hei⸗ ducken befahl: Nimm die Suppe weg, ſte ſchmeckt ſchlecht! aufſtand, und in ſein Kabinet ging. Mangel an Schlaf und Eßluſt, Herzklopfen und Beklemmungen traten ein. Die AÄrzte wurden beſorgt, die Stadt beängſtigt. Man ſchöpfte Argwohn. Der Fürſt kränkelte bis zum 11. Juni, an welchem Tag er, um ſich auf Zureden dem beunru⸗ higten Volke zu zeigen, den Wagen vorfahren ließ, aber auf den Domherrn von Frankenſtein geſtützt, doch nur die Treppe erreichte; wo er zuſammenbrechend mit einem frommen Ausruf für ſeine Feinde verſchied.