Teil eines Werkes 
2 (1852)
Entstehung
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Wie Zeitgenoſſen erzählen, wäre den Ärzten, welche die herkömmliche Einbalſamirung zu beſorgen hatten, zur Pflicht gemacht worden, im Leichname nichts zu fin⸗ den, was das Volk beunruhigen könnte. Dennoch war das Gerücht von einer Vergiftung verbreitet, und wurde geglaubt. Denn es war ſchon früher ausgekommen; indem ſchon vor dem Ableben des Fürſten, und ehe ſich einzelne Freunde der Hofärzte auf deren vertrauliche Mit⸗ theilung berufen konnten, Nachforſchungen unter den Küchenperſonen ſtattgefunden, und auf ein hinter jener Suppenſchüſſel verſchwundenes Subjekt geführt hatten. Ein getaufter Jude, Ignaz Herz, war nämlich früher in der Küche der Jeſuiten als Handlanger gebraucht worden, und nach Aufhebung des Ordens bei den Er⸗ jeſuiten, beſonders einem Pater Joſeph Goldhagen, dienſt⸗ bar geblieben. Seit kurzem in der Hofküche, niemand wußte durch wen, eingeführt und als Handlanger ge⸗ braucht, hatte er an jenem Himmelfahrtstage die Suppe dem Kammerlakaien zur Hand beſorgt, und war nicht mehr zu ſehen, nicht mehr aufzufinden geweſen.

Was die Goldhagen'ſche Jüngerſchaft vorbereitet hatte, brach ſchnell zur Todtenfeier Emmerich Joſeph's aus. Die Maulwurfsarbeit warf ihre Siegeshügel auf, und kam an's Licht. Noch am Sterbetage verbreitete ſich die Nachricht, daß der Domkapitular, Baron von Erthal, die Stimmenmehrheit für den Kurſtuhl erhalten habe, und ein Pöbeltumult der ſchmählichſten Art erhob ſich, die Stadt durchraſend. Die Jeſuiten boten ihren Anhang, die Mönche wie ſich ein Zeitgenoſſe aus⸗

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