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Der mit ſo manchen Planen beſchäftigte Marqui de So⸗ nora, von welchem Elhuyar ſeine Aufträge hatte, war nämlich geſtorben, und ſein Nachfolger de Valdes noch zu wenig in ſeiner neuen Stellung orientirt, um ſich auf neue Unternehmungen einzulaſſen.
Wie der Herbſt herannahte, betrieb Forſter ſeine Überzugskoſten, die ihm durch Müller's Beeiferung mit 900 Gulden zugeſtanden wurden. Für ſeine häusliche Einrichtung nahm er Freund Sömmering in Anſpruch, der in fortwährender Angſt lebte, Forſter möchte in ſei⸗ ner Correſpondenz dem Papier zu viel von der Roſen⸗ kreuzerei anvertrauen.
Gleichſam als Vorläufer Forſter's ſtellte ſich nach der Mitte Septembers der damals in Göttingen ſtudirende Wilhelm von Humboldt bei Sömmering ein, mit For— ſter's Empfehlung als— vein aufgeklärter junger Mann, dem jeder Zweig des Wiſſens Vergnügen mache, und die Bekanntſchaft eines jeden verdienſtvollen Mannes wichtig ſei.«
Während nun der Freund ſeine Überſiedlung von der Leine an den Rhein veranſtaltet, machen wir uns mit dem Zuſtand und Leben in Mainz bekannt, ſo weit es dazu dient, nicht bloß die amtliche und bürgerliche Stellung des kurfürſtlichen Bibliothekars, ſondern auch das verhängnißvolle Ereigniß zu begreifen, das dieſer Stadt bevorſtand, und in welches Forſter durch ſeine, nachmals ſo ſchwer beſchuldigte Theilnahme mit verſchlun⸗ gen wurde. Schon ſeit Jahren ahnte Forſter eine Re⸗ volution. Ein ſo geſtimmtes Herz ſcheint, wie ein kran⸗


