beſtehen, warf er ſich auf Bibliographie und Literatur⸗ geſchichte. Sonſt hatte er die Schätze der göttinger Biblio⸗ thek benutzt; jetzt intereſſirte ihn ihre Einrichtung. Neben⸗ her nahm er ſich die Zeit für kleine Arbeiten. Er ſchrieb zum göttinger Taſchenkalender für 1789, den Lichtenberg ſeit 1778 beſorgte, den Aufſatz»über Leckereien.« Lichtenberg hatte ihn durch das ſchwediſche Buch des Ber— gius: om Lackerheter, zu der kleinen Arbeit veran⸗ laßt, über die er ſelbſt ſich gegen Sömmering wegwer⸗ fend äußerte, daß er vetwas ſchwadronirt, zum Scherz etwas Paradores geſagt habe, was ihm doch für den Kalender zu ernſthaft philoſophiſch ſcheine.« Wirklich, ſo launig und witzig der Aufſatz(Band 5 der geſ. Schrif⸗ ten) ſich einleitet, führt er bald auf tiefe und umfaſſende Betrachtungen, wie z. B. die Eigenſchaften der Speiſen durch Umwandlung der Säfte Veränderungen im Hirn⸗ und Nerverleben hervorrufen können; wie die Leckereien, durch Kultur des Volkslebens entſtanden, auch wieder die allgemeine Aufklärung befördern; wie faſt alle unſere Kenntniſſe dem Sinne des Geſchmacks zu verdanken ſind, und wie in der Zunge, dem Schmeck⸗ und Sprechor— gane, die menſchliche Vervollkommnungs⸗Fähigkeit durch ſinnliche und geiſtige Kultur beſchloſſen liegt.
Um Forſtern für Mainz vollends zu befeſtigen, fie⸗ len mit Sommers Anfang auch alle ſpaniſchen Erwar— tungen weg. Elhuyar benachrichtigte im Augenblicke ſei— ner Einſchiffung nach Merico den Freund von der auf wiederholte Erinnerung eben erfolgten Erklärung des Miniſters, daß er dermal an kein Unternehmen denken könne, wozu ein Mann wie Forſter zu verwenden ſei.


