Teil eines Werkes 
1 (1852)
Entstehung
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frühreifer Ernſt in ihm erweckt worden. Er hatte die Knabenſpiele überſprungen, und bereiſ'te fremde Länder ehe er noch kirchlich confirmirt war. Es läßt ſich. den⸗ ken, wie er auf dieſer Fahrt Geographie, Naturgeſchichte, Völkerkunde und was man überhaupt unter dem Worte Leben verſteht, in ſo großen, athmenden Schriftzügen in ſich aufnahm. Dies waren andre Gebirgsfolianten, andre Inſchriften, an denen der Knabe ſich früh zur Selbſtſtändigkeit des Geiſtes erhob. Beſonders bildete Georg ſchon ſo früh ſein Auge und ſein Gedächtniß für die Pflanzenwelt, ſein Ohr und ſeinen Sinn für fremde Sprachen aus. So erlangte er denn auch eine ziemliche Fertigkeit im Ruſſiſchen. Schwerer möchte der Ein⸗ fluß zu bemeſſen ſein, den dieſe frühe Reiſe auf die Seelenſtimmung des Knaben und auf die erſte Aus weitung ſeines Gemüthes gehabt haben muß. Den männlichen Forſter finden wir immer auf großartige An⸗ ſchauung, auf umfaſſende und edle Geſichtspuncte gerich⸗ tet, aber auch in engen Verhältniſſen nur allzuleicht beunruhigt, daher gleich ſeinem Vater zu jeder neuen Unternehmung und Berufsänderung aufgelegt, und zwi ſchen Haus und Welt nie oder doch nicht auf die Dauer zu heimathlichem Glücke gelangt. Und wie leicht gewöhnt ſich überdies der wirthſchaftliche Sinn des Menſchen durch Reiſen auf öffentliche Koſten an eine für die Mittel kleinbürgerlichen Alltagslebens zu volle und geläufige Hand?

In dieſem Betracht ſollte denn auch der Rückſchlag der ruſſiſchen Weltfahrt auf das deutſche Haus nicht aus⸗ bleiben. Mit einbrechendem Herbſte 1765 kehrte Forſter