Teil eines Werkes 
1 (1852)
Entstehung
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Eine ſo mächtige Seeſtadt ſchlingt, wie eine dre⸗ hende Spule, tauſend Fäden des Familienlebens zu Tauen des Weltverkehrs zuſammen. Ihre Nähe ſollte auch nicht ohne Einfluß auf Forſters Leben bleiben. In einem Alter, da der Knabe an ſolchen Plätzen nur lebhafte Anſchauungen, vielfache Begriffe, vielleicht Erzählungen von fernen Ländern, und wenn er Phantaſte hat, Träume von Meerwundern empfängt, kam für Georg aus Danzig ein Anſtoß, der ſeiner ganzen Zukunft eine verhängniß⸗ volle Richtung gab. Der ruſſiſche Geſchäftsführer in Danzig, Herr von Rehbinder, muß mit der ſchiefen Stel⸗ lung und wiſſenſchaftlichen Brauchbarkeit des naſſenhuber Pfarrers vertraut geweſen ſein, als er ihm 1765 den Antrag that, die neuangelegten deutſchen Colonien an der Wolga mit Aufträgen der Regierung zu bereiſen. Dem Pfarrer Forſter lag ſeine chriſtliche Heerde nicht ſo ſehr am Herzen, daß er nicht die Schäferſchüppe unbe⸗ denklich mit dem Wanderſtabe eines weltlichen Apoſtels vertauſcht hätte. Er nahm den Vorſchlag an, und ſei⸗ nen elfjährigen Georg mit nach Petersburg. Hier empfing er ſeine Anweiſungen, mit denen er die neuen Anſiedlungen bis Saratof und an den See Yeltow be⸗ reiſ'te. Er unterſuchte den Boden, die Lage und Be⸗ dürfniſſe derſelben, nahm eine Karte auf, und faßte in einer Denkſchrift ſeine Beobachtungen und Vorſchläge zu Verbeſſerungen und Hebung der Colonien nebſt Andeu⸗ tungen zu einem für dieſelben geeigneten Geſetzbuche zu⸗ ſammen.

Welch' eine Schulklaſſe für den Knaben! Mit dem frühen Lernen war ein ungewöhnlicher Wiſſensdrang und