bedrängten Lage, ſeine Talente mit ſeinen Erwartungen in's Gleichgewicht kommen. Dies um ſo weniger, als er zu ſeinem Unglücke die Menſchen nicht kannte, und nie kennen lernte,— bald mißtrauiſch, bald leichtgläubig, und beides immer da, wo es nicht am Platze war.
Unter dieſer Heftigkeit litt auch der junge Georg, und verhältnißmäßig mehr, als ſeine nachwachſenden Ge⸗ ſchwiſter, gerade weil er des Vaters Liebling war. Das Kind verrieth frühzeitig eine auffallende Begabung. Noch auf allen Vieren in des Vaters Studirſtube umher⸗ kriechend, arbeitete es ſich, von der goldnen Titelſchrift der Foliobände angelockt, an ſolchen empor, und ward ſo zuerſt an Büchern ein zweibeiniges Geſchöpf. Dies bewog den vergnügten Vater dem Knaben, wohl allzu⸗ früh, einigen Unterricht im Latein, im Franzöſiſchen und Rechnen zu geben. Das ſetzte aber auch mehr Anlaß zur Unzufriedenheit ab, die dann in harter Züchtigung aufbrauſ'te, meiſtens mehr dem väterlichen Zorn, als dem kindlichen Fehler angemeſſen.
Bei ſolchen Eigenſchaften und Eigenheiten des Pfar⸗ rers Forſter iſt kaum zu erwarten, daß es mit ſeinem Hauſe beſonders gut beſtellt geweſen ſei. Die Pfarrein⸗ künfte waren gering, und ſieben Kinder vermehrten nach und nach die Bedürfniſſe der Familie. Wie viel blieb da nicht der Hausfrau gut zu machen, neben der uner⸗ müdlichen Geduld, ohne die ſie mit dem heftigen Weſen des Mannes nicht ausgekommen wäre! Nur die hohe Meinung die ſie von ihm hegte, und die Achtung die ſie ſeinen wiſſenſchaftlichen Verdienſten von angeſehenen Män⸗ nern erwieſen ſah, ſo wie ſeiner Seits die Güte mit der
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