gibt, daß ſie ein Geheimniß beſitze. In dem Grade nun, als der Baum der europäiſchen Bildung in allen ſeinen Zweigen, ſelbſt in der Politik, nach Luft und Sonne ſtrebt, treibt er, um Gleichgewicht zu halten, auch neue Wurzeln in die dunkle Tiefe ſeines alten Bodens. Wieviel muß dabei die Kirche gewinnen, die noch mit Geheimniſſen und Wundern ſpeculirt? Was iſt dagegen das Myſtiſche, womit ſich der Proteſtant zu entſchädigen ſucht? Behält Ihre Kirche doch den Vortheil, ihre Geheimniſſe ſinnlich eingefaßt zu haben, wie Quellen, die dem frommen Vertrauen zugänglicher ſind, als der nebelhafte Abgrund des göttlichen Da— ſeins, in welchen der Myſtiker hineinſtarrt.
Ich ſehe Sie zu meiner Darlegung den a ſchütteln, verehrte Freundin. Aus den Zeitverhältniſſe geſchöpft finden Sie allerdings meine Erklärung; nur lieben es die Frauen nicht ſo tief geſucht. Und Sie können Recht haben: dieſe Glaubensrückfälle ſtehen vielleicht nur in oberflächlichem Zuſammenhange mit dem Geſchmack der Zeit. Greift nicht die unbe⸗ friedigte Welt auch nach alten Moden und Mobilien, träumt von alten Staatseinrichtungen und richtet antikes Theater ein? Roccoco, meine Theure! Roccoco!
Doch, Ihr Wohlgefallen an Englands Neubekeh⸗
rung darf ich nicht unerwähnt laſſen! Von dort weht
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