44
Krafle,
rſuchen Me nſche ſen nicht unbefrie
n Blic
(barund
411 des Ewigen finden, das ja, im Zuſammenhang mit der Unendlichkeit, in jedem Herzen quillt. Nun hat der Menſch zwar das erhabenſte Glück, aber auch die dun⸗ kelſten Gefahren in ſeiner eigenen Bruſt. Welche Ahnungen, aber auch welche Aengſte ſteigen nicht für eine ſchwache Seele aus dem eigenen Herzen auf! Sie geräth außer ſich, wie man zu ſagen pflegt, und — Glück auf! gerade außer ſich findet ſie noch Ret⸗ tung— an Aeußerlichkeiten, die für bedeutſam gelten, an gewohnheitlichen Leiſtungen, die mit hohen Gnaden verknüpft ſind. Das iſt es ja, wodurch die katholiſche Kirche früher den unmündigen, unentwickel⸗ ten Völkern zu geiſtiger Entwicklung und Bildung ge— holfen hat, wie man Kindern an äußeren Gegenſtän— den zum Stehen und Laufen hilft. Mit gleicher mütterlicher Nachſicht und Nachhülfe nimmt ſie ſich auch wieder der Erkrankten an, die fremden Bei⸗ ſtandes nicht entrathen können. Solchen krankhaften Anwandlungen unterliegen allerdings nur wahrhaft religiöſe Seelen: jedoch auch nur ſolche, die dabei un⸗ klar und unſelbſtändig ſind. Kommt aber noch Erſchöp⸗ fung von Weltgenuß, Verſtimmung aus Erlebniſſen, Langeweile einer ſchlechten Gegenwart und dergleichen hinzu: ſo vermehrt und vermannichfaltigt ſich die Kränklichkeit der Zeit. Ja, die römiſchen Beſtrebungen
ſelbſt, dies entzweiende, aufhetzende, die Gewiſſen


