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Seltsame Geschichten / erzählt von Heinrich Koenig
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Zeit, eine ſolche Kriſe unſerer religiöſen Entwicklung allzuleicht abgefertigt erſcheinen muß. Es war mir nicht darum zu thun, die ſchwere Frage ſelbſt, worüber man ein Buch ſchreiben könnte, ſondern nur die eifrige Dame abzufertigen, die nicht üble Luſt zeigte, mich zu bekehren. Es kam mir vor, als läge die wirkſamſte Abweiſung derſelben darin, ſo leichtſinnig in dieſen Dingen zu erſcheinen, daß ſie es gar nicht mehr der Mühe werth halten möchte, mich zu ihrem Bekenntniß hinüber zu ziehen.

Ja doch! verſetzte Frau Sophie, wir nehmen's ſchon leicht, zumal wir es mit andern Bekehrungen zu thun haben. Ich z. B. nachdem ich von meiner unverzeih— lichen Uebereilung bekehrt bin,(ſie umarmte Klärchen auf's Zärtlichſte) habe meinen Mann in die Bekehrung genommen, wie Sie ſchon ſelbſt bemerkt haben. Mit ſeinem eraltirten„Genial!“ hat er nicht nur ſchon einen Tragödiendichter ruiniren helfen, ſondern auch die theuerſte Freundin in Verlegenheiten gebracht. Alſo leſen Sie nur!

Die kleine Geſellſchaft ſetzte ſich bequem, und Herr Firnewalt las mit ſeinem wohlklingenden Organ fol

genden kleinen Anfſatz.

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