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zu machen, daß ſie mehr Witz und Verſtand in ge⸗ wandterem Deutſch producirte, als er ſelbſt.
Gottſched warb den jungen Dichter für die Leip⸗ ziger Geſellſchaft der freien Künſte und zum Mitar⸗ beiter am„Neueſten aus der anmuthigen Wiſſenſchaft“, brach aber mit ihm in Folge eines Gedichtes, das den jungen Verfaſſer als Verehrer Haller's und Bewun⸗ derer Klopſtock's verrieth,— des erſten Gebotes gegen Gottſched vergeſſend: Du ſollſt keine andern Götter neben mir haben!
Caſparſon war in jener Zeit Hofmeiſter beim Staatsminiſter von Canngießer. Sein Vater, aus einer der ſchwediſchen Familien die unter Karl XI. ihr Vaterland verließen, hatte im Militär und beim Poſt⸗ weſen gedient, zuletzt aber, im Dienſte ſtolz und un⸗ fügſam, ſich in Gießen auf literariſchen Erwerb geſetzt. Hier war der junge Wilhelm Chriſtian geboren, und erſt vom Vater und einer gebildeten Mutter, dann im Halle'ſchen Waiſenhaus erzogen worden. Landgraf Wilhelm, Friederich's Vater, unterſtützte das junge Talent, das auch ihn beſungen hatte, zum Beſuche der Univerſität Göttingen, wo Caſparſon von der Theo⸗ logie zur hiſtoriſchen, philoſophiſchen und ſchönen Li⸗ teratur überging. Er ſchloß ſich dann bei einem krie⸗ geriſchen Ueberfalle Caſſels dem fliehenden Hof an, wodurch er zu einer Schule der Weltkenntniß und zur


