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Die Wege des Fortkommens für Menſchen, die das Glück barfuß gelaſſen hat, richten ſich nach Zeiten und Umſtänden. Vielleicht iſt es nicht unintereſſant zu be⸗ trachten, wie der deutſche Poet ſich an jenem franzö⸗ ſirenden Hofe fortbrachte, nachdem man weiß, wie der große Friederich in Berlin die deutſche Poeſie anſah.
Caſparſon,
der Vertreter der heſſiſchen Poeſie von damals, gehörte zu jenen wiſſenſchaftlichen Köpfen, die unſer Friederich bei ſeinem Regierungsantritte bereits antraf. In die poetiſche Region hatte ihn ein ſeiner Zeit hochberühm⸗
r Mann gezogen,— der literariſche Sultan Gott⸗ ſched. Der Ruhm dieſes Namens, die ſtattliche Per⸗ ſon ſeiner Magnificenz begeiſterte den jungen, 22 jäh⸗ rigen Caſparſon zu einer Ode, als der Leipziger Pro⸗ feſſor auf einer Durchreiſe bei ſeinem Bruder, dem Steuerrathe Gottſched, in Caſſel verweilte. Dies ge⸗ ſchah im Jahr 1757, und der junge Poet war zufällig gerade ſo alt, als Gottſched's erſte Liebe zu der be— gabten Luiſe Adelgunde Victorie Kulmus, jener gebil⸗ deten, talentvollen und corpulenten Danzigerin, die nachher als ſeine Frau das literariſche Geſchäft ihres Mannes mit gutem Glück neben ihrem Haushalte be⸗
trieb, ohne den geſtrengen Gatten dadurch eiferſüchtig
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