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Seltsame Geschichten / erzählt von Heinrich Koenig
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unvermuthet aus der Taſche fielen, gelang es ſeinen Widerſachern, ihn zum Stolpern und zum Fall zu bringen.

Auch dem Lottoſpiel begegnen wir zu jener Zeit in Caſſel. Dieſe täuſchenden Künſte waren damals an den Höfen ſehr beliebt, und vielfach in den Hän— den von Italienern. So betrieb um jene Zeit ein gewiſſer Graf Bollo, ein Genueſer, in Coblenz unter Clemens Wenzeslaus eine Zahlenlotterie, und der Si— niſtrario, der in Caſſel ſein Kunſtſtück machte, war aus

Wie es mit docñn untergeordneten Rechnungsweſen g

Mailand. Er a Kaſſe um 70,000 Rthlr.— ausſah, geht aus einer heitern Anekdote hervor.

Bei Gelegenheit einer Hetzjagd war ein Forſtlaufer um ſeinen Treſſenhut gekommen, und klagte es dem Hofjägermeiſter.— Bring' ihn nur in Rechnung! lau— tete der Beſcheid. Doch derſelbe gnädige Herr ſtrich den Betrag des verlornen Hutes, als er ihn unter den Ausgaben ausdrücklich aufgeführt fand, und er⸗ klärte dem ſich beſchwerenden Forſtlaufer: In die Rech⸗ nung ſollſt du ihn bringen, hab' ich geſagt, nicht auf die Rechnung. 4

Das war ein„Tölpel merk's“ für manche Fälle, und beſtätigte Horazen's Behauptung: Est modus in

rebus!——