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viniſt aus Blois, von Marburg, wo er als Profeſſor untergekommen war, nach Caſſel zu reiten pflegte, um dem Landgrafen Karl ſeine kühnen Verſuche mit dem Dampfe zu zeigen. Von ihm erfunden und nach ihm benannt iſt bekanntlich der papinianiſche Topf, jenes cylindriſche, dichtverſchließbare Gefäß, worin harte Körper durch geſteigerte Hitze und Dampf gelöſt werden. Papin hatte es ſogar damals ſchon mit einem kleinen Dampf⸗ ſchiffe auf der Fulda verſucht, und was dem genialen Beſchwörer einer damals noch abgeneigten Naturkraft dabei mißlang,— kleine unerwartete Unglücke befrie⸗ digten wenigſtens die Mißgunſt der deutſchen Natur⸗ forſcher des Landgrafen, die nun deſto lauter mit— „franzöſiſcher Windbeutelei“ um ſich werfen konnten. Unſer Landgraf Friederich wendete ſich mehr der jüngſten Tochter der Naturforſchung, der Chemie zu. Sie, noch unerfahren und unklug, wie die Jugend iſt, hatte ſich damals auch mit den Roſenkreuzern zur Auf⸗ ſuchung des Steins der Weiſen, und zur Bereitung der Goldtinktur, ſowie eines Lebenselixirs eingelaſſen. In Caſſel gab man ſich zu jener Zeit insgeheim viel
mit dergleichen ab. Ob auch, wie an andern Höfen,
unſer Friederich Verſuche machte, ſteht dahin, man weiß nur, daß ihn
Karl Prizier, Profeſſor an der Karlsſchule, bei chemiſchen Tiegeln
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