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Seltsame Geschichten / erzählt von Heinrich Koenig
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Studien zu leben. Dort, in der Verborgenheit eines Waldes, in einer durch einfache Nachhülfe ſanft reizenden Naturumgebung, empfand er ſich der behaglichſten Ein⸗ ſamkeit froh. Der Beſuchende traf ihn an ſchönen Sommernachmittagen in einer einfachen Allee wandelnd, und ward zum Ausruhen in eine Einſiedelei von Rohr und Baumrinde geführt. Da erzählte der gemüthliche Mann gern von ſeinen Feldzuͤgen und Reiſen oder von einem verlornen Freunde, und wenn der Gaſt darnach war, von ſeinen Studien. Affen und andres Gethier trieben ſich umher, und zur Erfriſchung ward eine fette Milch angeboten, und der hochgrüne Raſen lud zum Gelage ein..

Zärtliche Stündchen cryptogamiſcher Neigungen hinter den Staatsgeſchäften, franzöſiſche Literatur neben der Falkenjagd ließen dem einſamen Landgrafen noch manches unbefriedigte Verlangen. Er verſuchte es mit dieſem und jenem. Beſchäftigung mit naturwiſſenſchaftlichen Gegenſtänden war am heſſiſchen Hofe hergebracht. Friederichs Vater zwar hatte ſich mehr das Fabrikweſen angelegen ſein laſſen; von dem früheren Landgrafen Karl aber weiß man, daß er ſich viel mit Phyſik und Mechanik beſchäftigte. Es war zu Anfang des vorigen Jahrhunderts, daß Denys Papin, der vertriebene Cal⸗

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