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Seltsame Geschichten / erzählt von Heinrich Koenig
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ſeln des Aufenthaltes. Auf dieſen Reiſen und Zwi ſchenreſidenzen in Hamburg, Bremen und Rinteln be⸗ gleitete Prinzeſſin Maria ſtets ihren Schwiegervater, den Landgrafen Wilhelm, um ſich der Pflege und Er⸗ heiterung des greiſen Fürſten zu widmen. Mit dieſer Anhänglichkeit ſtand ſie auch am Sterbelager deſſelben, und erſt als er hingeſchieden war, verließ ſie Rinteln, und nahm ihren vorläufigen Aufenthalt in Zelle.

Als nun mit dem 1. Februar 1760 Friederich ſei⸗ nem Vater in der Regierung folgte, ſah man in Heſſen mit der lebhafteſten Beſorgniß den Neuerungen entge⸗ gen, die er vornehmen werde. Und man hatte Grund zu Befürchtniſſen. Die öſtreichiſche Politik blieb nicht unthätig. In Wien hatte man die vom Prinzen aus geſtellte Acte für eine unverpflichtende Beſchränkung der monarchiſchen Machtvollkommenheit des neuen Land grafen erklärt. Aber Friederich ergriff dieſe darge⸗ botene Hand nicht: er hielt feſt an der politiſchen Verbindung mit Preußen und an der kirchlichen Verfaſſung die er beſchworen hatte.

Statt der gefürchteten Reaction richtete der neue Landgraf, ſobald der Krieg, der auch ihn wiederholt aus der Reſidenz getrieben hatte, beendigt war, ſeine Thätigkeit auf große Unternehmungen, auf Erwei⸗ terung und Verſchönerung Kaſſel's und auf Errichtung

wiſſenſchaftlicher Anſtalten. Wiederholte Reiſen nach