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Gunſt für Wiſſenſchaft und Künſte und ſeine Vorliebe für franzöſiſche Sprache und Literatur erinnern an den großen Fritz; und jenes Leben des königlichen Kron prinzen in Rheinsberg, wo dieſer ſich mit Gelehrten, Muſikern und Künſtlern umgab und mit Voltaire brief wechſelte, wiederholt ſich unter der Regierung des Land⸗ grafen ſogar breiter und bedeutender, weil dieſer Fürſt ſeine lebhafteſte Beeiferung gerade darauf verwendete, und in der günſtigen Zeit nach dem ſiebenjährigen Kriege ausgezeichnete Köpfe für die Caſſeler Schule gewann, mit welcher er ſeinen einſamen Hof in eine leichte Verbindung ſetzte.
Um dieſer Männer willen, die zum Theil in der Geſchichte der Wiſſenſchaften mit berühmten Namen glänzen, verdient jene, ſeitdem in Caſſel ohne Wieder holung gebliebene Zeit eine freundliche, wenn auch nur flüchtige Erinnerung. Vielleicht, daß die Leſer, deren Aufmerkſamkeit und wenig heitre Theilnahme in den letzten Jahren auf jene Reſidenz gelenkt worden iſt, ſich von dem landgräflichen angenehm überraſcht fin⸗ den, und doch auch ſchon einige Keime der ſpätern Zeit wahrnehmen.
Friederich, im Sommer 1720 geboren, war ſchon als zwölfjähriger Knabe nach der damals berühmten Akademie in Genf gebracht worden, wo er neben dem
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