Teil eines Werkes 
2. Theil (1833)
Entstehung
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Die beiden Fraͤuleins waren ſehr liebenswuͤrdige We⸗ ſen. Sie bluͤhten wie zwei Roſen an Einem Zweige. Herr von Elban ward ihnen vorgeſtellt. Auf dem Geſicht der Braut lag noch ein Abglanz des geſtrigen Tages,(ihrer Verlobung) ihr Auge ſchimmerte das der Schweſter blickte ein wenig truͤbe. Herr von El ban gratulirte, etwas linkiſch zwar: denn er fuͤhlte ſich befangen; aber doch recht herzlich.

Es dauerte wohl noch eine Stunde bis zur Tafel, der Landrath ward abgerufen, und ſeine Toͤchter un⸗ terhielten den Gaſt, den er ihnen zugefuͤhrt. Unver merkt leitete ſich ein trauliches Geſpraͤch ein, der Fa⸗ den riß nicht ab, ein Wort gab das andere. Die Zwillinge ſcherzten hold zuſammen, und Herr von El⸗ ban hoͤrte es mit Vergnuͤgen. Die Braut pochte in dieſem anmuthigen Streite auf das Vorrecht der Erſt⸗ geburt.»Ach! eine Stunde, in der Du fruͤher als ich zur Welt gekommen,« entgegnete die Zweite mit verſchmaͤhlichem Tone:»was will die ſagen? ich gebe Dir keine Linſe dafuͤr!

»Eine Stunde,« ſagte Herr von Elban, und legte den Accent ahnungsvoller Bedeutung auf jenes Zeitmaß:»mein gnaͤdiges Fraͤulein, es vergeht zwar geſchwinde, aber ihre kurze Dauer kann unendlich wich⸗ tig werden!« Und die verhuͤllte Pythia in ſeinem Her⸗

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