Teil eines Werkes 
2. Theil (1833)
Entstehung
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zen hatte das Orakel dieſer Antwort abgegeben. Ihm ſelbſt dampfte es vor dem Kopfe.

»Ich weiß es beſſer,« verſetzte das juͤngſte Fraͤulein mit neckendem Trotze:der Brautſtand iſt es, deſ ſen Du Dich uͤberhebſt;« und ein leiſes Gefuͤhl der Zuruͤckſetzung miſchte ſich doch in den Scherz dieſer Rede.

Die Braut ward ploͤtzlich ernſt. Sie blickte ihre Schweſter wehmuͤthig an und ſprach, in geſchwiſterli cher Unſchuld jede Ruͤckſicht auf den unverheiratheten Gaſt aus den Augen ſetzend:»das iſt das Einzige, was mein Gluͤck ſtoͤrt, daß wir nicht mit einander zum Altar treten ſollen.« Wir waren von jeher in Allem gleich, in Allem, Herr von Elban. Unſere Kleider, Huͤte, ein Bluͤmchen, welches wir uns in das Haar ſteckten, die Farbe der Baͤnder, mußte Eins wie das Andere haben, nichts durfte abweichend ſeyn. Wir theilten von Kindesbeinen an, das Herz. Ein Erbring unſerer ſeligen Mutter er war ziem lich maſſiv im feinſten Golde gefaßt, und hatte zwei große gute Steine ward dieſer Eintracht zu Liebe doppelt gemacht; ſehen Sie wohl?»Sie ſtreckten ihm Beide die roſigen Zeigefinger vor, und Herr von El⸗ ban ſah in dem reinen Waſſer dieſer Solitaire zwei muͤtterliche Freudenthraͤnen, die ihm ſtrahlend in die geoͤffnete Seele floſſen.»Und nun,« fuͤhr das