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Unter dem Stadtgraben. 359
Alfred von C. war ebenfalls aus Italien zurückgekehrt und auf ſein Gut bei Brüſſel gereist, aber nicht um dort zu bleiben. Die Einſamkeit war ihm quälend, unerträglich geworden und er hatte es zugeſagt, auch dieſen Winter mit den Freunden zubringen zu wollen, aber dießmal in Deutſchland. Graf Alfons hatte ihm den erſten Stock ſeines Hauſes eingeräumt und erwartete ihn täglich.
So war es abermals Spätherbſt geworden, und der ge⸗ neigte Leſer, der uns ſo lange und weit gefolgt, muß zu guter Letzt noch die Freundlichkeit haben, mit uns in jenes dunkle, feuchte Gewölbe zu treten, in welchem unſere namenloſe Ge⸗ ſchichten beginnen. Wie damals fegte ein rauher, naßkalter Wind hindurch, befeuchtete Wände und Boden mit einem Ge⸗ miſch aus Schnee und Regen. Wie damals eilten die Fußgänger, die hier vorüber mußten, gern durch das alte Gewölbe, wo ſie eine Zeit lang vor dem Wetter draußen geſchützt gehen konnten, und ſtampften wie damals mit den Füßen und traten hart auf, und ſchüttelten ſich, um Regen und Schnee von Stiefeln und Röcken zu entfernen.
Da fuhr eine glänzende Equipage dicht vor den Eingang zum alten Stadtgraben, auf dem Bocke neben dem Kutſcher ſaß in ſeinen Mantel gehüllt ein großer Mann mit ſchwarzem Haar und Bart, der jetzt, ſowie der Wagen hielt, den Mantel ab⸗ warf und vom Bocke ſprang, um den Schlag des Wagens zu öffnen.— Es war der Lukas im ſchwarzen einfachen Anzug und nachdem er den Tritt herabgelaſſen, reichte er einer jungen blaſſen Dame den Arm, half ihr ſorgſam auf das Pflaſter und hob dann ein kleines Bübchen aus dem Wagen, das neben der Dame geſeſſen. Einige Augenblicke blieb dieſe ſtehen und blickte in dem finſteren, ſchmutzigen Gewölbe umher, dann ſtützte ſie ſich auf den Arm des Jägers und preßte ihre feinen Lippen zuſammen, als wolle ſie das Weinen unterdrücken.
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