Teil eines Werkes 
3. Bd. (1851)
Entstehung
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Anna. 343

bisher und eilte an die Thüre des Nebenzimmers,ſchweige ſtill, oder ich könnte mich veranlaßt ſehen, dir einige Unannehmlich⸗ keiten zu ſagen! Es iſt aber in der That beſſer, daß ich dieſe Thüre zuſchließe und dich auf ſolche Art für unſer Geſpräch un⸗ ſchädlich mache.

Bei dieſen Worten drückte er die Thüre in's Schloß, doch ehe er mit dieſem Geſchäft zu Ende war, hörte man die Stadt⸗ räthin ſehr laut und gellend rufen: ndann bitte ich aber auch ein Kapitel zu machen, und das muß Steinmann heißen, und das muß erzählen, wie der Meßner von der Kirche ſich am Glockenſeile aufgehängt hat, weil er ein durchaus ſchlechter Kerl geweſen.

Den Stadtrath hatte dieſe bösartige Anſpielung ſtchtlich erſchüttert. Er zuckte mit den Achſeln und ſagte:mit dieſer Frau läßt ſich nichts machen. Nach einer Pauſe fragte er den Doktor:ſind Sie verheirathet? und als dieſer verneinte, fuhr er fort:ſo machen Sie auch nie den Verſuch, ſich eine Frau anzuſchaffen, man hat davon nur Kummer und Verdruß. Wenn auch Alles Anfangs ſehr gut geht, und dieß war bei mir der Fall, ſo legt einem doch endlich der Teufel ein Ei in die Wirthſchaft. Was hat mich dieſe Frau nicht ſeit zwölf Jahren gequält, daß ich die Gasbeleuchtung contra Schlachthaus prote⸗ girt? Ihr Vater, nur Mezgeroberzunftmeiſter, ſonſt ein acht⸗ barer Mann, agirte ſeit jener Zeit gegen mich; ich verfeindete mich amit der ganzen Familie, man that mir alles gebrannte Herzeleid an, ich habe nichts, wie mein Bewußtſein, und viel⸗ leicht die öffentliche Stimme, wenn ich einmal nicht mehr bin; und auch das Wenige will mir die eigene Familie nicht einmal laſſen. Beſter Herr Doktor Stechmaier, dabei faßte er gerührt die beiden Hände des Schriftſtellers,ich werde Sie der Hof⸗ räthin vorſtellen, Sie und kein Anderer ſoll die beiden Zimmer haben! Und was die Kapitel anbelagt: Gasbeleuchtung und neue Kirche 4