gen, Ver⸗ ſein ners, unde, it der del⸗
benbei denn et darauf uartiet einem er man Vurler gemacht
itteraten
ichmaier blieben, Nummet Heil zu neublitte erfragen. e Glas⸗ zu leſen rinnerie 4 dunkel
Anna. 337
und ungewiß, und da er mit ſich ſelbſt nicht ganz im Reinen war, ob er dieſen Mann nicht früher gekannt, ſo zögerte er einen Augenblick, ehe er ſich entſchloß, anzuläuten. Der Titel „Stadtrath“ war ihm einigermaßen unbehaglich, und wenn er ſich auch in ganz anderen Verhältniſſen wie damals befand, ſo hatte er immer eine gewiſſe Scheu vor dem Stadtrathe behalten, denn für ihn war dieſe würdige Behörde beſtändig in gewiſſer Verbindung mit gerichtlichen Vorladungen, mit Schulden⸗Liqui⸗ dationen und dergleichen mehr geweſen.
Doch zog er endlich dennoch die Klingel und ein Dienſt⸗ mädchen öffnete die Glasthüre.
„Iſt der Herr Stadtrath Schwämmle zu Hauſe?“
Das Dienſtmädchen zögerte einen Augenblick mit der Ant⸗ wort und beſah ſich erſt den Fragenden vom Kopf bis zu den Füßen. Als ſie aber finden mochte, daß er nicht wie ein betteln⸗ der Vagabund oder als ein entlaufener Zuchthäusler ausſah, ſo ſagte ſie:„der Stadtrath ſind noch im oberen Stock und werden im Augenblick in ſeine Wohnung kommen. Aber die Frau Stadt⸗
räthin ſind unterdeſſen zu Hauſe.“
Der Doktor Stechmaier trat in das Vorzimmer; es war daſſelbe, deſſen ſich vielleicht der geneigte Leſer von früher her erinnert, daſſelbe, wo ſeiner Zeit der ſelige Steinmann Gasbe⸗ leuchtungs⸗ und Kirchendienſt⸗Audienzen gehabt.
In dem Zimmer hatte ſich eigentlich gar nichts verändert. Da ſtanden noch dieſelben Tiſche und Stühle wie damals, doch waren ſie älter und gebrechlicher geworden, die Geſtalt derſelben altmodiſch, der Ueberzug abgeſchoſſen und verblichen. Wie da⸗ mals ſtand die Thüre zum Nebenzimmer geöffnet, und wie da⸗ mals ſaß die Stadträthin Schwämmle in eben dieſem Zimmer beim Kaffeetiſch. Sie war in ihrem Aeußeren noch dicker, in ihrem Weſen aber zänkiſcher geworden. Mit einer ſehr fetten Stimme befahl ſie der Magd, dem fremden Herrn einen Stuhl
Hackländer, Namenl. Geſchichten. III. 22


