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Meiſter Amadäus. 31
„Man glaubte es annehmen zu können,“ antwortete der Graf, nes lag oder liegt immer noch etwas Geheimnißvolles
um dieſe Geſchichte. Den Beſchreibungen nach die ir der Schultheiß von Melthauſen gemacht, ſollte ArsMadchen
gekannt haben. ¹ „Oh!— eine/ unglücklicheLeibr!⸗
„Gewiß nicht, was mich anbelangt!“ lachte der Graf, nich gab mir alle Mühe, den Schleier zu lüften, der über dem Vor⸗ fall ruhte, aber vergebens, und was meinen eifrigſten Nach⸗ forſchungen nicht gelang, das hätte ich damals mit leichter Mühe erreicht, wenn ich jene Nachforſchungen gleich begonnen und zufällig hier im Schloſſe anweſend geweſen wäre. Doch
fiel in jene Zeit die Hochzeit des Baron Karl, das Begräbniß
der armen Adelaide— Ihrer Tante, Herr von C.— ich reiste alsdann nach Lüttich zu einem guten Freunde, und erſt als ich zurückkam, begann mich dieſe Geſchichte ſehr zu inte⸗ reſſtren, und was ich erfuhr, blieb immer räthſelhaft genug. Hier auf dem Schloſſe nämlich— doch ich höre ſo eben Meiſter Amadäus mit dem Thee und wenn der alte Herr bei guter Laune iſt, und Ihr ihn ernſtlich erſucht, ſo erzählt er Euch vielleicht ſelbſt, was zuſammenhangend mit jener Geſchichte ſich hier im Schloße begab.— Doch muß ich Euch um eins bitten: lacht um Gotteswillen nicht oder macht kein ungläubiges Ge⸗ ſicht, wenn Euch Amadäus vielleicht eine etwas befremdende Einleitung gibt. Es iſt ein Geiſterſeher, aber von der origi⸗ nellſten und luſtigſten Art, und ſeine Viſtonen haben weder für ihn ſelbſt, noch für den, dem er ſte erzählt, etwas Grauen⸗ haftes.“
Der ältere Offizier, der Herr von M., ſowie einige andere der älteren Gäſte Pückten mit dem Kopfe, den jüngeren entfuhr


