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Meiſter Amadäus.
von ihr. Ich gieng auch bald darauf nach Petersburg und hatte ſeit der Zeit wenig Verbindung mit Italien.“
„Ich werde mich auf alle Fälle nach ihr umſehen,“ ſagte der Graf,„und es ſollte mich außerordentlich freuen ihre Spur zu finden. Das Mädchen hat, wie Ihr Alle wißt, ſeit Ihrer Ge⸗ burt die merkwürdigſten Schickſale gehabt. Die Erſten, die ſich ihrer annahmen, war eine arme Waſchfrau und eine achtzig⸗ jährige Büglerin, eine höchſt merkwürdige Perſon. Sie arbeitete angeſtrengt bis wenige Tage vor ihrem Tode; als man darauf ihre Habſeligkeiten inveſtirte, fand ſich bei den alten Möbeln an baarem Gelde, Schuldverſchreibungen und dergleichen die Summe von viertauſend Gulden, welche einem Teſtament zur Folge zur Hälfte den Kindern jener Waſchfrau und der kleinen Marie vermacht waren. Ich habe dieſe Detgils von Dubelli, der mich damals öfters beſuchte. Dieſe alte Büglerin beſaß auch, ſo hieß es, wichtige Papiere, welche über die Herkunft der kleinen Tänzerin einigen Aufſchluß geben ſollten, doch traf man trotz
dem ſorgfältigſten Suchen nicht eine Spur davon, ſie mußten verloren gegangen ſein.“
„Ich erinnere mich ganz genau,“ ſagte Herr v. M., „du ſetzteſt damals eine Belohnung von hundert Gulden aus, wer die Papiere herbeiſchaffe, und es meldete ſich, glaube ich, Niemand.“
„O ja,“ ſagte lachend der Graf, nes meldete ſich kurze
Zeit nach meiner Aufforderung eine einigermaßen übel berüch⸗
tiigte Perſon eine ſichere Madame Müller, welche mir unter dem Siegel der Verſchwiegenheit anvertraute, jene Papiere müßten ſich in der Hinterlaſſenſchaft eines damals ſehr bekannt geworde⸗ nen Stadtſoldaten und Kirchenmeßners, Namens Steinmann, befinden, oder in den Händen eines Spießgeſellen deſſelben. Der Meßner aber hatte ſich an ſeinem eigenen Glockenſeil auf⸗


