Teil eines Werkes 
3. Bd. (1851)
Entstehung
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24 Vierzigſtes Kapitel.

Zeit, in der er ſelbſt, ein lebensfriſcher, luſtiger junger Mann, daſſelbe zu beſuchen anfieng.

Gerade das Theater! entgegnete der ältere Offtzier, ſpricht für unſere Behauptung. Du lieber Gott! was war das früher und was iſt es jetzt!

Ja, das iſt wahr! ſagte der Graf, ſowie Herr von M.

Aber das gerade bleibt noch zu beweiſen, fuhr der Diplo⸗ mat fort;nehmen Sie die Namen von damals und unſere jetzi⸗ gen Talente. Wo hörten Sie je in der Reſidenz eine Sängerin, wie unſere Prima Donna, die Graßmann⸗Degenhölzer⸗Kop⸗ pelfeld?

Einen ſolchen Namen freilich nicht! lachte der ältere Offizier,aber einen andern Geſang, das ſchwöre ich Ihnen zu.

Eine Künſtlerin, fuhr der junge Diplomat fort, ohne die Einwendung zu beachten,von der die ganze Welt ſpricht, von der Alles entzückt iſt.

Was Alles nichts bedeuten will, entgegnete Herr von M.; wir waren damals ebenſo entzückt, wie Sie jetzt und wohl mit beſſerem Recht.

Und dann das Ballet! fuhr der junge unbeſtegbare Attaché fort,auf eine Stufe der Vollkommenheit gebracht, glänzend ausgeſtattet, wie noch nie.

Das iſt geradezu zum Lachen, ſagte der ältere Offizier; lieber Freund, hätten Sie vor zehn, acht Jahren Ballete bei uns geſehen! Nicht wahr, Graf Alfons? Dazumal, he!

Der Graf lächelte geheimnißvoll und ſagte, den Kopf wie⸗ gend: nich darf darüber kein Urtheil abgeben, ich war damals zu ſehr Parthei; aber es war'ne ſchöne Zeit.

Hätten Sie in der Reſidenz, nahm Herr von M. hitzig das Wort,hätten Sie auf dem jetzigen Theater nicht das, was ſich noch aus unſerer Zeit herſchreibt, den alten, würdigen