Teil eines Werkes 
3. Bd. (1851)
Entstehung
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416 Neununddreißigſtes Kapitel.

Ja, ja, das Meiſte! lachte von C., und ſah einen angehen⸗

den Dipkomaten und Jäger bedeutſam an, der ſich eifrig mit einer Cigarre zu beſchäftigen ſchien.

5Es'iſt ſchade, ſagte Herr von M. lachend,daß der Ge⸗

brauch des Jagdmeſſers für Solche,ſo ſich auf der Jagd unrein

perhielten, in deinem Revier nicht mehr in Anwendung gebracht

wird, was meinen Sie, Baron C. 2

Der junge Diplomat, alſo angeredet, ſagte mit viel Selbſt⸗ bewußtſein:ich meines Theils wäre unbedingt für Anwendung des Jagdmeſſers; eine Antwort, über welche die Andern laut lachten.

Was iſt da zu lachen? fuhr der junge Diplomat fort, wich bin mir wahrhaftig keines Jagdvergehens bewußt.

Teufel auch! ſagte der ältere Offizier,Sie haben ein paarmal in die Linie hineingeſchoſſen, daß die Schrotkörner nicht zehen Schritte von mir in einen Eichbaum hineinfuhren.

Ja, ja! lachten Alle,und die unglückliche Gais die haben Sie auch auf dem Gewiſſen.

Ich bitte recht ſehr, meine Herrn, die Sache iſt ein großer Irrthum; wer die Gais geſchoſſen hat, dem hoffe ich wird das Gewiſſen bedeutend ſchlagen, meines iſt ruhig.

Ruhig und weit, lachte der Cavallerieoffizierein Diplo⸗ matengewiſſen.

Geſtehen Sie nur, nahm Herr von M. das Wort,daß Sie im zweiten Trieb auf zwei bis drei Rehe ihr Gewehr ab⸗ ſchoſſen. Freilich giengen ſie hinter uns durch, doch eins, das Sie getroffen, fand man im nächſten Trieb, es war die bewußte unglückliche Rehgais.

Ich habe allerdings auf Rehe geſchoſſen, ſagte gleich⸗ müthig der Diplomat, naber das Stück, worauf ich hielt, war unfehlbar ein Bock. Ich ſah deutlich beide Hörner.