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Eine Hochzeit ahne Geläute.. 253
Drunten ſtanden mehrere Miethwagen bereit, welche nach
und nach von der zahlreichen Geſellſchaft angefüllt wurden und
dann einzeln davon fuhren. Signyr Dubelli ſaß neben der Braut, welche ihr Sacktuch vor die Augen hielt und, wie es bei ſolchen feierlichen Veranlaſſungen Sitte und Anſtand ge⸗ bietet, einige Thrinen vergoß.
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„Laßt ſte fließen, die Thränen der Wonne, Sie verkünden unenalic. Luſt.“
Jetzt nahten ſie der Kirche, und zu ſeiner großen Beftiedi⸗ gung bemerkte der Herr Winkler die ziemliche Menſchenmenge auf dem Platz vor derſelben, indem er überzeugt war, daß Alles bloß hieher geeilt ſei, um ſeiner Hochzeit zuzuſchauen. Endlich ſchienen auch in dieſem Augenblicke die Glocken ihren Dienſt thun zu wollen, aber nein! es war nur ein einziger ſchriller Schlag, den die kleine Feuerglocke that, ein Schlag
ſo ſeltſam und eigenthümlich, daß er einem durch Mark und Bein gieng.
Joſeph hatte Luſt in einen großen Zorn zu gerathen, in⸗ dem er verſicherte, den einzigen Schlag mit der Feuerglocke habe der alte boshafte Kerl, der Steinmann, nur gethan, um ihn zu ärgern.— Es war nur ein einziger, klagender, ſchriller Klang.——
An der Kirchthüre entledigten ſich die Wagen ihres I⸗ halts, und das Brautpaar, von den Brautführern und Braut⸗ jungfern begleitet, trat in die Kirche. Es waren viele Menſchen verſammelt, die unruhig durch einander giengen und ſprachen. Doch wurde es ſtill, als die heilige Handlung begann, und ein Schloſſer, der mit ſeinem Gehülfen die Thüre zum Glocken⸗ thurm aufzubrechen verſuchte, hörte ebenfalls auf zu arbeiten und ſah zu.


