Teil eines Werkes 
2. Bd. (1851)
Entstehung
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Ei, ei! Jungfer Kiliane, ſagte die Frau Welſcher er⸗ heater muthigend,wer wird ſo ſprechen! Warum ſoll Sie nicht zur er alte Trauung kommen können, zum Hochzeitſchmaus? Sie, welche leber⸗ die ganze Stadt durchläuft, wird doch die paar Schritte zur nihtz Stadtkirche machen können!

Die alte Perſon ſchüttelte traurig lächelnd mit dem Kopfe, lieber und Frau Winkler, die das Wort der Welſcher aufnahm, ſagte ethören bekümmert zu ihrem Sohne:alſo willſt du dich doch in der

Stadtkirche trauen laſſen, trotzdem, daß der böſe Kerl dort kuſſcer Meßner geworden iſt? Ich ließ' mir doch durch den Anblick gſonal dieſes häßlichen Geſtchtes meinen ſchönſten Tag nicht verderben. ei hohe 2und ich verſichere Euch, entgegnete luſtig der Ober⸗

kutſcher,daß mich der Anblick des Steinmann's doch eigentlich

freut; was für ein Geſicht wird der alte Hallunke ſchneiden! Ich rprac, bin feſt überzeugt, er hat alle die drei Sonntage, wo wir abge⸗ Hochzit rufen wurden, Bauchweh gehabt, und ich lebe immer noch der heute Hoffnung, daß er ſich am Glockenſeile aufhängt, wenn er mich ie hatit ankommen ſteht als Oberkutſcher und alter Hochzeiter. Kugel⸗Das meine ich auch, ſagte Jean,und was kann der Muthe, ſchlechte Giftmichel machen? Er ſoll läuten, daß er ſchwarz leiſe zu wird und bekommt von mir nicht einen Kreuzer Trinkgeld. u HauſeAuch nicht von mir! ſagte Dubelli und ſo alle Andern. mmer in Als es nun dunkel ward, wurde die Kaffeegeſellſchaft auf⸗ nter dem gehoben, der Oberkutſcher brachte ſeine Braut nach Hauſe und e. Die ließ ſte dort mit der Mutter allein, denn ſie hatten erſchrecklich en Vei⸗ viel zu thun. Schemu Wie vergieng dem Oberkutſcher die Zeit mit raſender Ge⸗ n weij ſchwindigkeit! Am andern Morgen war er kaum aufgeſtanden, mn titfen hatte kaum ſein Amt angetreten, ſo war es ſchon Mittag und er 97 nachdem er bei ſeiner Braut dinirt, jagten die Stunden einander molg

ordentlich hinweg, ja ſie ſchienen ſich förmlich auf die Hacken zu treten, und kaum hatte es voll ausgeſchlagen, da vernahm er Hacklander, Namenl. Geſchichten. II. 4 16

Abſt zn eten⸗ 4

Aus dem Marſtall. 241 5 1